Ihr Hundeberater
(ohne Zulassung nach § 11 TSchG!)
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Verhaltensberatung zum partnerschaftlichen Miteinander -
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Grüß Gott, lieber Welpenkäufer!

Erst einmal unseren herzlichen Glückwunsch zum Erwerb Ihres Welpen. Sie haben “leider” mit der Aufnahme eines Tieres auch die Verantwortung über ein im Grunde hilfloses Lebewesen übernommen. Dass Sie hier gelandet sind, zeigt, dass Sie sich bemühen, diese Verantwortung auch zu übernehmen.

Wir möchten Ihnen gerne hierbei helfen und bieten hierzu unsere Welpen-Crashkurse an. Warum aber ein Crash-Kurs und nicht die obligatorischen Welpenspielstunde? Bajuscha 001Lassen sie uns diese Frage mit ein paar Gegenfragen beantworten: Was soll in einer Welpenspielstunde passieren und wozu wollen Sie diese besuchen? Sie wollen gewiss Ihren Welpen einen guten Start ins Hundeleben ermöglichen und hoffen, dass er mit anderen Welpen gut sozialisiert wird. Was aber passiert in den meisten Welpenspielstunden? Eine Gruppe (keine Meute!) von Welpen unterschiedlicher Rassen und unterschiedlichen Alters dürfen miteinander spielen und toben. Und welche Erfahrungen gewinnt Ihr Welpe dabei? Wenn er zu den kleinen zählt, wird er feststellen, dass er mit viel Gebell die Großen etwas auf Distanz halten kann, zu seinem Leidwesen leider allzu oft von diesen überrannt oder umgerannt wird. Sind Sie in der glücklichen Lage, einen vielleicht schon etwas älteren, großen Welpen zu besitzen, wird dieser davon begeistert sein, die Kleinen über den Haufen rennen zu können. Nennt man das einen hundgerechten Umgang lernen? Nun, wie funktioniert eigentlich Sozialisierung und mit wem?

Auszug aus Wikipedia:

„Sozialisation
Auch bei Hunden wird der Begriff Sozialisation verwendet, um die Prägung auf Umweltreize während der ersten Lebensmonate zu beschreiben. Nur gut sozialisierte Welpen können später gut sozialverträgliche Hunde werden. Die folgenden Punkte sollte jeder Hundehalter mit seinem Welpen beachten:

  • Sozialisation mit Artgenossen (Erlernen zwischenhundlicher Kommunikation)
  • Sozialisation mit anderen Tieren (Katzen, Meerschweinchen, Vögel, Pferde usw.)
  • Sozialisation mit fremden Menschen
  • Gewöhnung an Umweltreize wie Martinshorn, Fahrradklingeln, Flugzeuge, Knallgeräusche (Silvesterknaller) sowie Gewöhnung an Menschenansammlungen, Verkehrsgetümmel usw.

Die Entwicklung jedes Hundes wird überwiegend von seiner Sozialisation und Erziehung bestimmt. Unzureichend sozialisierte Hunde haben Schwierigkeiten, sich in ihrer Umwelt zurechtzufinden. Sie neigen zu ängstlichem oder aggressiven Verhalten und anderen Verhaltensstörungen. Ein sorgfältig sozialisierter Hund hingegen hat gelernt, friedfertig und aufgeschlossen mit fremden Personen, Kindern und anderen Haustieren umzugehen. Die wichtigste Sozialisierungsphase des Hundes erstreckt sich in etwa von der zweiten bis zur 15. Lebenswoche. Viele Hundevereine bieten SIMG0793entsprechende Kurse an, die „Welpenspielstunden“ oder „Prägungsspieltage“ genannt werden. Eine zweite wichtige Sozialisierungsphase ist die Pubertät. Neben der allgemeinen Sozialisation auf Umweltreize kann problematisches Verhalten auch durch ungünstige Lernerfahrungen in einzelnen Bereichen (z.B. Balljunkie) entstehen.“

Dieser Definition nach geht es demnach unter anderem um die zwischenhundliche Kommunikation, also die „Sprache“ zwischen den Hunden. Wenngleich Hunden Ausdrucksformen, Mimiken und Beschwichtigungssignale angeboren sind, so müssen diese dennoch „geübt“ werden, zumal heute viele Rassen durch züchterische Einwirkungen gar nicht mehr in der Lage sind, körpersprachlich das auszudrücken, was sie dem anderen eigentlich mitteilen wollten (bedingt durch Hängeohren, Falten, Haare, Schwanzstellung etc.). Wir selbst sind leider nicht in der Lage, unserem Hunden die P6130074-2„Hundesprache“ beizubringen. Aber adulte (erwachsene) Hunde sind  dazu fähig, Welpen durch bestimmte Verhaltensweisen, Gesten oder Mimik die Sprache der Hunde zu vermitteln.  Aus diesem Grunde empfehlen wir unseren Klienten: gehen sie lieber auf die Suche nach Hundehaltern gut sozialisierter und adulter Hunde. Hier hilft Ihnen z.B. auch ein Inserat in der Zeitung oder nehmen Sie an unseren monatlichen Spaziergängen teil (für Ihren Welpen ist das dann ein Weihnachten-Ostern-Pfingsten-Tag).

Um Ihnen aber für den weiteren Lebensweg Ihres Vierbeiners eine Hilfestellung zu geben, bieten wir diese Intensiv-Kurse für Welpenhalter an, in denen wir Ihnen in Einzelberatung alles Wissenswerte zur Aufzucht und „frühhundlichen“ Erziehung vermitteln:

  • I.  Ein Hund kommt ins Haus
  • II.  Die wichtigsten Erziehungsgrundlagen
  • III.  Gesunde Ernährung unserer Vierbeiner

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