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Ihr Hundeberater
(ohne Zulassung nach § 11 TSchG!)
-
Verhaltensberatung zum partnerschaftlichen Miteinander -
mitglied der europäischen kynologischen union (eku)
 

Sachverhalt

Beschreibung

 

Originaltext von Frau F.:
Sehr geehrter Herr Haberland,
ich habe Ihre Adresse im Internet gefunden und komme leider nicht auf Ihre Homepage. Ich habe ein Problem mit meinem Hund und würde gerne wissen, ob sie mir helfen können. Meine Hündin Taika (Name geändert) ist 14 Monate alt. Ein Mischling zwischen Husky und Labrador oder Dalmatiner. Ich habe sie mit drei Monaten aus dem Tierheim geholt. Sie wurde dort über den Zaun geworfen. Sie war sehr sehr ängstlich und hatte schreckliche Angst vor Männer.
Unterwarf sich sofort und wir hatten den Eindruck, dass sie geschlagen wurde.
Ich lebe mit meiner Tochter in einem großen Haus mit großem Garten. Der Hund lebt mit uns im Haus.
Ich bin mit ihr auch dann gleich in die Hundeschule gegangen. Sie hat das Sozialverhalten zu anderen Hunden sehr schnell gelernt und wurde immer offener und hört in normalen Fällen sehr gut. Sie geht ohne Leine bei Fuss, kann abgelegt werden, ist sehr sportlich und vor allem sehr schnell.
Nun zu dem Problem. Seit sie kastriert wurde im Sommer ist sie sehr selbstbewusst geworden. Sie hat einen enormen Jagdtrieb. So bald sie ein Wild sieht ist sie weg und rennt wie gestört diesem hinter her. Ich kann sie nicht mehr zurückrufen und sie verschwinden für längere Zeit und wir haben sie schon 4 x suchen müssen. Vor kurzem jagte sie einen Hasen auf freiem Feld und wir hatten Sichtkontakt. Aber sie schaut nicht mal nach uns sondern konzentriert sich nur auf das Wild. Die Hundeschule in der ich bis vor kurzem war ist, so denke ich, mit so was überfordert und sie raten mir nur den Hund nicht mehr von der Leine zu lassen. Das mache ich auch im Moment aber ich will mich damit nicht zufrieden geben.
Können Sie mir bei diesem Problem helfen???

Hunderasse/-name

Husky-Dalmatiner-Labrador-Mix Taika

Geschlecht/Alter

Hündin, kastriert 14 Monate

Halter

Mutter mit Kind und Lebensgefährten

Diagnose

Die Hündin hat keine ausreichende Bindung zu Frau F., was sie durch Desinteresse an der Halterin dokumentiert. Die Unterbindung des Jagdtriebes ist eines der schwierigsten Themen in der Hundeerziehung, insbesondere wenn man bedenkt, dass viele Hunderassen explizit deswegen über Jahrhunderte gezüchtet und selektiert wurden. Um das Thema in den Griff zu bekommen, ist die erste Voraussetzung eine gute Bindung und Vertrauensbasis zum Halter. Weiterhin ist es erforderlich, dass der Hund auf Entfernung schnell und zuverlässig Platz macht. Letztendlich ist der Halter verpflichtet, dass der Hund den Abstand zum Halter in der freien Flur nicht zu groß wird. Hierfür gibt es geeignete Mittel.

Behandlung/Therapie

Hilfestellung für eine verbesserte Ausführung des Kommandos „Platz“ durch Unterstützung mittels Wurfkette. Empfehlung zur Benutzung einer Schleppleine bis zum Zeitpunkt, an der Taika auf Entfernung zuverlässig Platz macht. Hierfür bietet sich das Longieren im Kreis an.

Bericht der Halter

Durch die Schleppleine bleibt Taika immer in der Nähe von Frau F., ohne dass sie korrigierend eingreifen muss.

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Fortsetzung nächster Fall
 

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