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Verhaltensberatung zum partnerschaftlichen Miteinander -
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Der Welpe und seine Sozialisierung

Grundlagen zur Sozialisierung
Die Entwicklungsstufe von der Neugeborenenphase bis etwa zur 12. Lebenswoche nennt man Sozialisierungs- oder Prägephase, die ihren Höhepunkt etwa zwischen der 6. und 8. Lebenswoche hat. Die anschließende Phase des Junghundes verläuft bis zur Geschlechtsreife (ca. 6. bis 8. Monat).

Sozialisierung bedeutet ...
freundlicher, nicht aggressiver Umgang

  • mit Artgenossen (Erlernen „zwischenhundlicher Kommunikation“), insbesondere mit erwachsenen  (adulten) Hunden verschiedenen Geschlechts
  • mit anderen Tieren (Katzen, Meerschweinchen, Vögel, Pferde usw.)
  • mit fremden Menschen, insbesondere Kindern, Menschen mit Stöcken, Jogger sowie

gewöhnen an Umweltreize wie

  • Martinshorn, Sirenen, Glockengeläut,
  • Kleinkraft- und Fahrradfahrer, Motorräder, Rasenmäher,
  • Flugzeuge, Heiß-Luftballons,
  • Knallgeräusche (Silvesterknaller) sowie
  • Menschen- oder Hundeansammlungen
  • Verkehrsgetümmel, Lkws und Busse,
  • Haushaltsgeräusche wie Staubsauger,
  • räumliche Enge (Fahrstuhl, Keller, Box) usw.

Aktivitäten
Sie sollten -so weit es bei Ihnen überhaupt anfällt bzw. umgesetzt werden kann- bis etwa zum 6. Monat mit Ihrem Hund folgende Aktivitäten durchführen:

  • Staubsaugen, Geschirrklappern, etwas herunterfallen lassen
  • Föhnen, auch den Hund
  • Baden bzw. Pfoten reinigen und mit Tuch trockenreiben
  • Rasenmähen, häckseln, Wege oder Straße kehren
  • in der Nähe eines Mopeds oder Motorrad laufen
  • in der Nähe von Fahrradfahrern warten bzw. laufen (am besten fahren Sie mit ihm zusammen Rad)
  • am Straßenrand einer stark befahrenen Straße warten, Straße überqueren
  • mit anderen Welpen, Junghunden und vor allem mit erwachsenen Hunden Kontakt aufnehmen lassen (wo ist die Gassimeile bei Ihnen?), ggfl. inserieren Sie in Ihrer Heimatzeitung
  • mit Hasen (Wildgehege) und Katzen konfrontieren
  • mit kleinen Kindern zusammen kommen lassen
  • an Kinderwägen, Inliner, Roller, gewöhnen
  • von Kindern und Erwachsenen streicheln lassen
  • mit rennenden (flüchtenden) Kindern üben
  • mit „unnormalen“ Menschen konfrontieren (Schirm, hinkend, laut, torkelnd, wehender Mantel ..)
  • für kurze Zeit alleine lassen (anbinden/im Raum)
  • in einer Menschenmenge sich aufhalten (Märkte/Ausstellungen)
  • Aufzug fahren, in ein Geschäft gehen (z.B. Kimmerle oder Paul in Dillingen)
  • verschiedene Bodenbeläge (Gras, Sand, Asphalt, Gitter) kennen lernen

Unsere Empfehlung: führen Sie bitte die nächsten Monate Ihre Spaziergänge nicht im freien Feld durch, suchen Sie sich lieber verkehrsberuhigte Wohngebiete oder verkehrlich nicht belastete Ortslagen aus.

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